Diabetes mellitus Typ II
Bessere Versorgung für chronisch Kranke:
Chronikerprogramme "BKK MedPlus für Diabetiker Typ II"
BKK MedPlus ist das Markenzeichen der strukturierten Behandlungsprogramme, den so genannten Disease-Management-Programmen. Durch eine bessere Koordination und Zusammenarbeit der Beteiligten Patient, Arzt und Krankenhaus möchten wir die Behandlung von chronisch kranken Versicherten nachhaltig verbessern.
Was ist eigentlich Diabetes?
So wie ein Motor das Benzin, braucht unser Körper den Zucker als Energielieferant. Normalerweise wird diese Energie der Körperzelle über den Blutkreislauf mit Hilfe von Insulin zur Verfügung gestellt. Insulin ist notwendig für den Übergang des Zuckers vom Blutkreislauf in die Zelle. Wenn Insulin im Körper nicht im ausreichenden Maße vorhanden ist, staut sich der Zucker zwangsläufig im Blut und fehlt dann in den einzelnen Zellen als Energielieferant. Von der "Volkskrankheit" Diabetes mellitus, in der Umgangssprache auch Zuckerkrankheit genannt, sind mehr als 5 % der Bevölkerung betroffen. Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der ein Missverhältnis zwischen dem vom Körper selbst produzierten Insulin und seinem tatsächlichen Insulinbedarf besteht.
Diabetes tritt überwiegend in zwei Formen auf (Typ I und Typ II). Beim Diabetes Typ II kann in der Regel zwar noch genügend Insulin vom Körper selbst produziert werden, doch der Bedarf der Körperzelle ist hier höher, weil diese nicht mehr so gut auf das vorhandene Insulin anspricht. Also muss von außen Insulin zugeführt oder die Körperzelle wieder für Insulin sensibilisiert werden. Die Symptome dieser Diabetesform werden häufig erst spät entdeckt, denn die Krankheit setzt schleichend ein. Diabetes Typ II tritt häufig in höherem Alter und bei Übergewicht auf. Während an Diabetes Typ I weniger als 1 % der Bevölkerung leidet, beträgt der Anteil beim Diabetes Typ II etwa 5 %. Zusätzlich geht man von einer großen Zahl noch nicht erkannter Erkrankungen aus. Ein nicht oder nicht ausreichend behandelter Diabetes mellitus führt über die Jahre seines Bestehens zu Veränderungen der Blutgefäße im ganzen Körper. Geschädigt werden durch die entstehenden Durchblutungsstörungen besonders Gehirn, Herz, Nieren und Augen.
Diabetes begleitet die Betroffenen für den Rest ihres Lebens
Diabetes ist nicht heilbar. Aber Spätschäden und Symptome können durch eine optimale medizinische Versorgung bekämpft und vermieden bzw. vermindert werden. Wenn Diabetiker richtig medizinisch eingestellt sind und sie auch selbst ihre Lebensgewohnheiten kennen und berücksichtigen, können sie ein weitgehend normales Leben führen. Wichtig sind die Akzeptanz der Erkrankung und die Bereitschaft, diese aktiv zu bewältigen. Zum erfolgreichen Umgang mit Diabetes mellitus gehört ein aktives Selbstmanagement. Dazu braucht der Patient Informationen, die ihn im Alltag für sein individuelles Handeln kompetent machen. Nicht nur die passende medizinische Behandlung alleine führt zu guter Befindlichkeit des Patienten im Alltag, wichtiger noch ist die flexible Abstimmung auf die individuellen Lebensgewohnheiten und die Fähigkeit des Patienten, Notfallsituationen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Eine medizinisch optimale Behandlung erfordert die klinische Erfahrung des Arztes unter Berücksichtigung der neuesten medizinischen Erkenntnisse. Für die meisten Ärzte ist es heutzutage schwer, sich neben dem Tagesgeschäft über alle neuen wissenschaftlichen Entwicklungen immer zeitnah auf dem Laufenden zu halten. Deshalb gibt es gerade bei Diabetes immer noch Behandlungs- und Versorgungsdefizite. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse bleiben häufig unberücksichtigt, und bei dem vielschichtigen Krankheitsbild besteht die Gefahr, dass die medizinischen Maßnahmen unkoordiniert erfolgen. Heute arbeiten Hausärzte, Fachärzte, Krankenhäuser, Ernährungsberater, Fußpfleger usw. oft noch nebeneinander her. Untersuchungen und Termine werden nicht abgestimmt, Informationen nicht ausgetauscht. Für die optimale Behandlung dieser Erkrankung müsste eine genau auf dieses Krankheitsbild abgestimmte strukturierte Versorgung organisiert werden.
BKK MedPlus verbessert die Qualität der Versorgung
BKK MedPlus will die Versorgung der Diabetiker verbessern - z. B. durch eine verbesserte Zusammenarbeit der Beteiligten (Patient, Arzt und Krankenhaus) - und die chronisch Kranken in die Lage versetzen, selbstbestimmter mit ihrer Krankheit umzugehen. Es wurde für BKK-Versicherte ein strukturiertes Behandlungsprogramm entwickelt, das speziell auf die Erkrankung Diabetes mellitus abgestimmt ist. Grundlage der Diagnose und der Therapie sind von Fachleuten systematisch erarbeitete Empfehlungen, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Für die medizinische Behandlung werden konkrete Vorschläge zum Ablauf, zu den Untersuchungen und den Arzneimitteln gegeben, und es wird gesagt, wann Spezialisten hinzuzuziehen sind.
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