Koronare Herzkrankheit (KHK)
Bessere Versorgung für chronisch Kranke:
Chronikerprogramme "BKK MedPlus für KHK"
BKK MedPlus ist das Markenzeichen der strukturierten Behandlungsprogramme, den so genannten Disease-Management-Programmen. Durch eine bessere Koordination und Zusammenarbeit der Beteiligten Patient, Arzt und Krankenhaus möchten wir die Behandlung von chronisch kranken Versicherten nachhaltig verbessern.
Was ist eigentlich KHK?
Unter koronarer Herzkrankheit (KHK) versteht man eine Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronararterien), die zur Einengung des Gefäßvolumens führt. Dies hat eine Störung der Durchblutung des Herzmuskels zur Folge, der seinen Blutbedarf als Folge der Einengungen nicht mehr ausreichend decken kann. Einengungen unter 50 % werden allgemein nicht als beeinträchtigend empfunden. Höhergradige Einengungen führen entweder unter körperlicher Belastung oder sogar schon in Ruhe zu typischen Beschwerden wie Enge- oder Druckgefühl in der Brust. Ein vollständiger Gefäßverschluss kann einen Herzinfarkt auslösen.
KHK kann behandelt werden
Die Behandlung bei einer durch eine KHK verursachten Angina pectoris besteht zunächst aus Allgemeinmaßnahmen (Gewichtsreduktion, Ernährungsumstellung, Nikotinverzicht, Bewegung etc.) und einer Therapie mit Medikamenten (sogenannte "konservative Therapie"). Diese beinhaltet auch eine Normalisierung des Blutdrucks, Blutzuckers und der Blutfette. Gefäßverschlüsse können auch mit einem Katheter oder einer Operation beseitigt werden. Zur Beseitigung der Durchblutungsstörung durch die Aderverstopfung kommen weiterhin zur Weitung der Herzkranzgefäße eine Koronare Ballon-Angioplastik (PTCA) oder auch eine Bypass-Operation in Betracht.
Ist das hinter dem Verschluss gelegene Herzmuskelareal nicht sehr groß, durch einen zurückliegenden, möglicherweise unbemerkten Herzinfarkt geschädigt oder sind die Beschwerden nicht sehr ausgeprägt, kommt ebenfalls meist eine weitere konservative Therapie infrage. Bestehen eine oder zwei hochgradige Gefäßeinengungen, können diese in aller Regel mit gutem kurz- und langfristigem Erfolg mit einem Ballon, der über einen Herzkatheter zum Gefäßverschluss vorgeschoben wird, aufgedehnt werden. Eine Bypass-Operation muss erwogen werden, wenn alle drei Herzkranzgefäße höhergradig erkrankt sind, eine Aufdehnung einzelner Gefäßverengungen zu gefährlich ist (z.B. im linken Hauptstamm oder an großen Gefäßaufzweigungsstellen) oder ein hohes Risiko früher Rückfälle nach zunächst erfolgreicher Ballondehnung vorliegt (z.B. bei Patienten mit Zuckerkrankheit). Welche Therapie gewählt wird, hängt von Beschwerden und Untersuchungen ab. Die Entscheidung, welche Therapie bei Patienten mit Angina pectoris angebracht ist, muss sowohl durch die angegebenen Beschwerden als auch das Ausmaß der Minderdurchblutung (EKG, Echokardiographie, Nuklearmedizin) und den anatomischen Befund an den Herzkranzgefäßen (Herzkatheter) bestimmt werden.
Eine medizinisch optimale Behandlung erfordert die klinische Erfahrung des Arztes unter Berücksichtigung der neuesten medizinischen Erkenntnisse. Für die meisten Ärzte ist es heutzutage schwer, sich neben dem Tagesgeschäft über alle neuen wissenschaftlichen Entwicklungen immer zeitnah auf dem Laufenden zu halten. Deshalb gibt es gerade bei KHK immer noch Behandlungs- und Versorgungsdefizite. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse bleiben häufig unberücksichtigt, und bei dem vielschichtigen Krankheitsbild besteht die Gefahr, dass die medizinischen Maßnahmen unkoordiniert erfolgen. Heute arbeiten Hausärzte, Fachärzte, Krankenhäuser, Ernährungsberater, Rehabilitationseinrichtungen usw. oft noch nebeneinander her. Untersuchungen und Termine werden nicht abgestimmt, Informationen nicht ausgetauscht. Für die optimale Behandlung dieser Erkrankung müsste eine genau auf dieses Krankheitsbild abgestimmte strukturierte Versorgung organisiert werden.
BKK MedPlus verbessert die Qualität der Versorgung
BKK MedPlus will die Versorgung der an KHK erkrankten Frauen und Männer verbessern - z. B. durch eine verbesserte Zusammenarbeit der Beteiligten (Patient, Arzt und Krankenhaus) - und die chronisch Kranken in die Lage versetzen, selbstbestimmter mit ihrer Krankheit umzugehen. Es wurde für BKK-Versicherte ein strukturiertes Behandlungsprogramm entwickelt, das speziell auf die Erkrankung KHK abgestimmt ist. Grundlage der Diagnose und der Therapie sind von Fachleuten systematisch erarbeitete Empfehlungen, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Für die medizinische Behandlung werden konkrete Vorschläge zum Ablauf, zu den Untersuchungen und den Arzneimitteln gegeben, und es wird gesagt, wann Spezialisten hinzuzuziehen sind.
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